Die Rauhnächte – Loslassen & Träume manifestieren
Ein turbulentes Jahr geht zu Ende. Und aus alter Tradition begeht man verschiedene Rituale zwischen der Wintersonnenwende und dem 3. bzw. 6.Januar, um Altes loszulassen und eine Vorschau auf das kommende Jahr zu werfen.  Es ist die Zeit in der Familie, des Ankommens, Reflektierens und der Innenschau. Und dieser Spanne, in der die Zeit „still […]

Ein turbulentes Jahr geht zu Ende. Und aus alter Tradition begeht man verschiedene Rituale zwischen der Wintersonnenwende und dem 3. bzw. 6.Januar, um Altes loszulassen und eine Vorschau auf das kommende Jahr zu werfen. 

Es ist die Zeit in der Familie, des Ankommens, Reflektierens und der Innenschau. Und dieser Spanne, in der die Zeit „still steht“ oder zumindest das hektische Alltagstreiben zur Ruhe kommt, wird seit jeher in der Mythologie eine große Bedeutung zugemessen. 

Durch die gewöhnlich hohe Energie gelingt es vielen Menschen einfacher Kontakt zu Naturgeistern herzustellen und bewusst ihre Wahrnehmung zu schärfen. 

Wortherkunft – Etmyologie

Eine Herleitung des Wortes Rauhnacht geht vom traditionellen Beräuchern der Ställe  mit Weihrauch durch den Priester oder Hofbauern aus. Weswegen diese Nächte auch mancherorts als Rauchnächte bezeichnet werden. 

Auch gibt es einen Bezug zum Wort „rûch“, was soviel heißt wie haarig oder pelzig. Gemeint ist damit das Aussehen der Dämonen, die zu dieser Zeit ihr Unwesen treiben. Die Wurzeln hat dieser Brauch in der keltisch-germanischen Tradition. So stellen die 12 heiligen Nächte die zeitliche Differenz zwischen dem Sonnen- und dem Mondjahr dar. Ein Sonnenjahr hat demnach 365Tage und ein Mondjahr 354Tage. Um diese Differenz auszugleichen, fügten die Kelten also 11 „Schalttage“ (= 12 Nächte) ein mit dem Bewusstsein, dass an diesen Tagen die Gesetze der Natur außer Kraft gesetzt sind und die Tore zur „Anderswelt“ offen stehen. 

Umgangssprachlich kennt man diese Zeit auch als Zeit zwischen den Jahren. 

Vorbereitung der Rauhnächte 

Um das Jahr wirklich abschließen zu können, macht es Sinn mit den Vorbereitungen für die Rauhnächte bereits einige Tage vor der Wintersonnenwende zu beginnen. Auf deiner To-Do-Liste sollten dann Dinge stehen wie:

  • offene Angelegenheiten abschließen
  • offene Rechnungen/ Schulden begleichen
  • Aufräumen und sich bewusst auch auf der materiellen Ebene von Dingen lösen, die du nicht mehr brauchst
  • das Haus bewusst reinigen und von alten Energien befreien
  • sich bei den Menschen bedanken, die einen im zurückliegenden Jahr begleitet haben
  • ausgeliehene Dinge an den Eigentümer zurückgeben
  • Räucherwerk besorgen

Die unterschiedlichen Energiequalitäten von Räucherwerk

  • Salbei – hat eine starke Reinigungskraft.
  • Kampfer – löscht alte Informationen im Haus.
  • Angelikawurzel – erhellt die Raumschwingung.
  • Weihrauch – bringt Segen, erhöht die Energie.
  • Wacholder – vertreibt negative Einflüsse.
  • Myrrhe – desinfiziert, klärt, reinigt und schenkt Ruhe.
  • Myrthe – sorgt für Klarheit, Reinheit und bringt Frieden.
  • Thymian – reinigt und stärkt die Energie.
  • Styrax – gibt Wärme und Geborgenheit, öffnet für die Liebe.
Fire Bowl Shell Smoke Herbs Resins  - asundermeier / Pixabay
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Wintersonnenwende – Reinigung und Visionen

Wir können neue Dinge nur in unser Leben lassen, wenn wir uns ab und an auch von alten Dingen lösen. Ich sehe dabei immer ein gefülltes Wasserglas vor mir. Wenn es voll ist, kann ich zwar neues Wasser hineinschütten, aber es bringt mir nicht so viel, wie wenn ich das Glas erst (etwas) leere und dann neues Wasser dazu gebe. Und von Zeit zu Zeit ist es auch gut das Glas komplett zu entleeren und im übertragenen Sinne unsere Verhaltensmuster und Denkweisen zu hinterfragen und auf dem Prüfstand zu stellen. 

Bei den Rauhnächten übernimmt die Wintersonnenwende mit der längsten Nacht und dem kürzesten Tag genau diese Aufgabe.

Sich Gedanken zu machen über Dinge die man loslassen möchte ist gut. Eine kleine Steigerung wäre all deine Ängste, Sorgen, Zweifel, Schicksalsschläge des vergangenen Jahres auf Zettel zu schreiben und diese rituell zu verbrennen. Das hat wirklich Power. Du kannst dieses Ritualfeuer an deinem Außenaltar machen, wenn du einen hast oder in einer Feuerschale. Und sollte der Wettergott es nicht so gut mit dir meinen, kannst du eine Kerze dafür nutzen. Achte bitte auf eine feuerfeste Unterlage und alle Brandschutz-Vorsichts-Maßnahmen 😉 Schmeiße dann die Zettel einzeln in das Feuer und sage (laut oder leise): „Danke. Ich lasse dich jetzt los….“ Schau dabei zu wie alles zu Asche wird und in den Kreislauf des Lebens übergeht. 

Du kannst diesen Abend auch sehr gut mit einer kurzen Meditation abschließen. Achte dabei besonders auch auf deine körperliches Empfinden. Das Loslassen negativer Erlebnisse sorgt bei vielen Menschen für Leichtigkeit und kann durchaus auch das ein oder andere „Sorgenkilo“ auf der Waage loslassen. 

Energiequalitäten & Themen der Rauhnächte

Hierbei gilt es drei Aspekte zu beachten. 

  1. Es geht um die Rückschau und das bewusste Bereinigen „Missglückter“ Situationen. 
  2. Wir erhalten eine Vorschau auf das kommende Jahr. Da jede Rauhnacht auch einem bestimmten Monat im kommenden Jahr zugeordnet ist. 
  3. Und jede Rauhnacht steht mit der Energiequalität für ein bestimmtes Thema, das wir für uns in dieser Zeit besonders gut spüren und bearbeiten können.

RauhnachtThemaDatumFest/ Schwelle 
121.12./22.12.ZeitqualitätJanuar
222.12./23.12.Demut, Hingabe1.FebruarImbolic
323.12./24.12.Herzenskraft21.MärzFrühlingstagundnachtgleiche
424.12./25.12.Frieden30.AprilBeltane
525.12./26.12.Vertrauen1.Mai
626.12./27.12.Ruhe21.JuniSommersonnenwende
727.12./28.12.Für sich selbst sorgen31.JuliLughnasadh
828.12./29.12.Wahrheit/ Klarheit1.August
929.12./30.12.Gelassenheit21.SeptemberHerbsttagundnachtgleiche
1030.12./31.12.Neues Leben31.OktoberSamhain
1131.12./01.12.sich selbst fühlen1.November
1201.01./02.01.Kreativ schöpfen21.DezemberWintersonnenwende

Year Celebrations The Year  - Witchgarden / Pixabay
Witchgarden / Pixabay


Was hat das alles mit dem Kathleen Prinzip zu tun? 

Wenn mein Klientel mich ruft, dann geht es auch um eine Innenschau und zwar in zweierlei Weise. Es geht um die Selbstreflexion der eigenen Themen und um den Bezug zur Umgebung (siehe die zweite Säule: Vitale Raumenergie). Eine Wohlfühlatmosphäre zu schaffen bedeutet immer auch Klarheit. Klarheit im Geist und Klarheit im Außen. Die Rauhnächte sind also ein wunderbares Werkzeug, um sich von alten Dingen zu lösen auf materieller und auf geistiger Ebene. 

Und vielleicht kennt ihr das auch: Wenn ihr euch mit einer Freundin oder einem Freund Anfang des Jahres entscheidet, gemeinsam mehr Sport zu machen, dann fällt es euch meist leichter, wie wenn ihr diese Entscheidung alleine trefft. Und die Wahrscheinlichkeit, dass ihr durchhaltet ist damit auch größer. 

Wenn tausende, gar Millionen Menschen weltweit diese oder ähnliche Rituale mit der gleichen Ausrichtung machen, dann haben wir so eine Kraft im morphogenetischen Feld, dass wir uns fast nicht dagegen wehren können. 

Wenn Ihr Hilfe bei der Umsetzung braucht, dann kontaktiert mich gerne. Gemeinsam kreieren wir MöglichkeitsRäume für eure Träume.

In diesem Sinne wünsche ich allen Leserinnen und Lesern dieses Blogbeitrages kraftvolle und heilsame Rauhnächte und tolle Visionen für das neue Jahr. 

Eure Kathleen ????

P.S.: Für all Leserinnen und Leser, die noch mehr Inspirationen zu den Ritualen suchen, gibt es hier zwei Buchempfehlungen:

“Das Geheimnis der Rauhnächte – Ein Wegweiser durch die 12 heiligen Nächte” von Jeanne Ruland (Schirner Verlag)

“Rauhnächte – Zeit für mich” von Anne Stallkamp und Werner Hartung (Neue Erde Verlag)

2 Kommentare

  1. antje

    Liebe Kathleen, danke für diesen Beitrag. Ich haben ihn zwar erst mitten in den Rauhnächten gelesen, fand ihn aber trotzdem sehr interessant. Das Thema Rauhnächte kommt bei mir immer mal wieder auf, allerdings habe ich mich bisher nie intensiv durch Räuchern usw. damit beschäftigt. Die unterschiedlichen zeitlichen Angaben, welche Nächte die Rauhnächte sind, hat mich verwirrt. Ich kannte es bisher so, dass die Nacht zum 6. Januar die letzte Rauhnacht ist und demzufolge die erste vom 25. auf den 26. Dezember. Auch die Themen jeder Nacht kannte ich anders sowie die Zuordnung eines jeden Monats zu einer Rauhnacht, woraus sich Aussagen zur Wetterentwicklung des Jahres ergeben sollen. Ich finde es sehr schade, dass diese alten Bräuche so in Vergessenheit geraten sind. Gleiches gilt für die früheren 8 Jahresfeste, die heute alle kaum noch eine Rolle spielen – wie schade. Bestimmt trägt auch Dein Beitrag zu diesem Thema ein klein wenig dazu bei, dass sich wieder mehr Menschen für diese Dinge öffnen.
    Herzliche Grüße aus Deiner Thüringer Heimat senden Dir antje & mario

    Antworten
    • Kathleen Rehfeld

      Hallo Liebe Antje, danke für deinen Kommentar. Ja, es gibt tatsächlich unterschiedliche Zeitangaben zu den Rauhnächten. Für mich ist die Wintersonnenwende ein sehr wichtiges Datum, weswegen ich mich für diese Variante entschieden habe.
      Und die Idee ist tatsächlich, dass das Wissen einfach wieder aufgegriffen und dank unserer digitalen Zeit verbreitet wird, dass es eben nicht in Vergessenheit gerät.
      Vielleicht könnt ihr die noch bevorstehenden Rauhnächte für euch nutzen und viele tolle Impulse für 2021 bekommen.

      Liebe Grüße aus Heusenstamm

      Kathleen ????

      Antworten

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